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Der Verein stellt sich vor:

Bilder des Chores : 1987, 2002, 2008

Der Männergesangverein "Germania"-Freiendiez wurde 1862 gegründet und hat derzeit 339 Mitglieder (Stand 31.12.2008). Darunter sind 57 Sänger und weitere 282 Mitglieder, die den Verein als fördernde Mitglieder unterstützen.

Seit 01.01.2000 wird der Chor von dem weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Dirigenten Jürgen Faßbender geleitet. Mit seiner kompetenten und menschlich angenehmen Art sowie einer vielfältigen Literaturauswahl über alle Epochen und Stilrichtungen des Männerchorgesanges motiviert und führt er uns Sänger immer wieder zu tollen musikalischen Erlebnissen.
Der Verein wird vom 1.Vorsitzenden Jürgen Stein und einem 15 Personen starken Vorstand geführt, die in den einzelnen Ressorts sehr selbstständig arbeiten. Unter der Einbeziehung von kleineren Projektgruppen, bei denen auch einmal Nicht-Vorstandsmitglieder integriert sind, werden zukunftsweisend Planungen in Bezug auf chorische Auftritte und gesellige Veranstaltungen erfolgreich durchgeführt.

Es ist eine Freude, in unserem Chor zu singen

Wir sind zwar ein Männerchor mit Tradition aber kein tradierter, "altertümlicher" Männergesangverein. Unser Hobby ist es gemeinsam, in vielfältiger Form aktiv und attraktiv zu musizieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf attraktiv und gemeinsam.

Attraktiv, weil es unseren Zuhörern und auch uns Sängern Freude bereitet Chorliteratur aus den allen möglichen Epochen, Stilrichtungen und Kulturen an verschiedenen Orten wie Konzertsälen, Kirchen, in Schlosshöfen, auf Bergalmen, im In- und Ausland zu verschiedenen Gelegenheiten zu präsentieren.

Gemeinsam, weil bei uns die Gruppe im Vordergrund steht. Aus diesen schönen gemeinsamen Erlebnissen entstehen über das Singen hinaus Freundschaften und bringen gerade auch neuen Mitbürgern Kontakte und Nähe.

Die Werte die unserem Chor wichtig erscheinen sind schnell festgehalten. Jeder Sänger sollte diesen Werten zustimmen können, denn sie stellen die Grundlage unserer guten Zusammenarbeit dar:

1. Spaß am Singen
2. Gemeinschaftssinn
3. Zuverlässigkeit und eine gewisse Disziplin im Sinne von Respekt gegenüber den Anderen
4. Musikalität ist dem Einen mehr, dem Anderen weniger in die Wiege gelegt, aber gemeinsam mit unserem Chorleiter arbeiten wir alle an uns

Hört sich das gut an? Kommen Sie doch einmal zum "schnuppern" in unsere Chorprobe am Freitag ab 20:15Uhr in unser Probelokal im "Haus der Vereine" in der Rudolf-Dietz Straße.
Wir freuen uns über neu interessierte Sänger!
Herzlich Willkommen!
Der Vorstand:

Name Funktion Kontakt
Christoph Koder 1. Vorsitzender 06432 64299
Horst Erbes 1. stellv. Vorsitzender 06432 911943
Manfred Sonntag 2. stellv. Vorsitzender 06432 63832
Jürgen Wagner 1. Geschäftsführer 06432 507181
Rainer Heck 1. Kassierer 06432 1669
Jonas Herrmann Jugendvertreter
Tobias Palmer stellv. Geschäftsführer
Karl Schönborn stellv. Kassierer
Hagen Maron Notenwart 06432 62581
Christoph Heimann Beisitzer Tenor 06432 63991
Rolf Christmann Beisitzer Bass 06432 921922
Petra Schutzbach Vert. förd. Mitglieder 06432 1240
Günter Stein Ehrenvorsitzender 06432 7322
Jürgen Faßbender

Jürgen Faßbender ist in den letzten Jahren mit seinen Chören 1.Preisträger zahlreicher renommierter Internationaler Wettbewerbe geworden, so u.a. Arezzo und Riva del Garda (Italien), Tours (Frankreich), Trelew (Argentinien), Heythusen (Holland),Prag, Kleipeda(Litauen), Llangollen (Wales),Schubert-Wettbewerb Wien, J. Brahms-Wettbewerb Wernigerode, Zweimal Choir Olympic Champion in Bremen, sowie beim Rundfunkwettbewerb der BBC London „let the peoples sing“.

Beim Deutschen Chorwettbewerb wurde er –erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs- gleich zweifacher 1. Preisträger in den Kategorien Männer-und Frauenchor mit Cantabile und Carpe diem Limburg. Auch mit seinem Männerchor Plaidt und seiner LIEDERTAFEL wurde er Preisträger dieses renommiertesten deutschen Wettbewerbs. Jürgen Faßbender ist Mitglied des Bundesmusikausschusses des Hessischen Sängerbunds und des Chorverbandes Rheinland-Pfalz, der Literaturkommision des Deutschen Chorwettbewerbs und international gefragter Juror, Gastdirigent und Workshopleiter (u.a. bei Europa Cantat, „Zymriah“ World assembly of Choirs Jerusalem, World Choir Games, American Choral Directors Association sowie bei zahlreichen Chorverbänden im In- und Ausland). Im Jahr 2005 trat er mit Cantabile Limburg als europäischer Repräsentant beim Welt –Chor- Symposium in Kyoto/Japan auf und war anschließend Hauptreferent der Japanischen Chorleitertagung Hyogo in verschiedenen Städten Japans. Seit 2008 ist er Künstlerischer Leiter des Landesjugendchors Hessen. Im Jahr 2012 erhielt er eine Berufung in den World Choir Council als einer der drei deutschen Vertreter dieses weltweit agierenden Gremiums.
Geschichte des Männerchor "Germania" Freiendiez e.V.

von Wilhelm Dietrich – Quelle Festbuch 125 Jahre MGV

Ebenso wie der "Deutsche Sängerbund" feiert der Männergesangverein "Germania" Freiendiez in diesem Jahr 1987 sein 125-jähriges Bestehen. Das Jubiläum des Deutschen Sängerbundes steht unter dem Leitspruch "Singen heißt verstehen". Schließen wir uns diesem Leitspruch an.
Zur Gründung des Deutschen Sängerbundes schreibt Manfred Präcklein in einem Kulturbeitrag in der Rheinzeitung unter anderem folgendes: "Wie Pilze schossen Mitte des 19. Jahrhunderts überall die Gesangvereine aus dem Boden. Der Dorfschulmeister durfte neben seinen Funktionen als Standesbeamter, Gemeindeschreiber und Organist auch noch die musikalische Leitung der Singgruppe übernehmen. Entsprechend der damaligen Bevölkerungsstruktur schmetterten vor allem Landwirte und Handwerker einmal die Woche abends gemeinsam ihre Lieder.
Vielerorts musste die Gemeinde einen Raum und im Winter auch das Holz zum Heizen zur Verfügung stellen, wie in mancher Vereinschronik nachzulesen ist. Doch auch von strengen Sitten wird gelegentlich berichtet: den Weisungen des Vorstandes - meist in Personalunion der Dirigenten - sei unbedingt Folge zu leisten. Widersetzlichkeit zog den Ausschluss nach sich.
In den ersten Jahren traten musikalische Gesichtspunkte noch stark hinter dem Streben zurück, an der Einheit und Macht des Vaterlandes mitzuwirken. Auch soziale Ziele spielten eine nicht unwesentliche Rolle: "Im Gesang sollten sich alle Stände und Schichten vereinigen."
Nun, in diese Zeit fällt also die Gründung der "Germania" und vieles vom Vorgesagten gilt auch für sie.
Zwar wurde schon vor 1862 auch in Freiendiez gesungen. Ein Lehrer Bach wird genannt. Seiner 55-jährigen Tätigkeit in Freiendiez soll es hauptsächlich zuzuschreiben sein, dass die Pflege des Gesanges in guter Blüte stand. Sein Nachfolger, Lehrer Triesch, gründete sogar eine Sängervereinigung, die bei der Einweihung unserer Dorfkirche im Jahre 1853 mitwirkte.
Aber noch bestand keine "Germania". Als dann dank der Einsicht des Herzogs Adolf die politischen Hochspannungen etwas abebbten und das Verkehrsleben "Trumpf", der Bau der Lahnbahn beschlossen und ausgeführt wurde, da wurde es auch mit dem "Singen" in Freiendiez ernster und lebendiger. Die Jungfernfahrt der Lokomotive am Himmelsfahrtstag (29. Mai 1862) durch den Fachinger Tunnel und die Betriebseröffnung der Lahnstrecke Nassau - Limburg am Samstag, dem 5. Juli 1862, die unsere engere Heimat an den Rheinverkehr anschloß; waren das Jahresereignis.
Nun wollte man auch nicht mehr hinter der Entwicklung landauf landab zurückstehen und so fanden sich unter Lehrer Reichmann 28 Sänger zusammen und gründeten den Männergesangverein "Germania Freiendiez". Sie wählten damals einen politischen Namen, weil sie wie ihr Herzog, Gegner der Kleindeutschen Partei waren. Ihnen schwebte das ganze Deutschland vor. Die lateinische Bezeichnung "Germania" für ganz Deutschland war ihnen der für den Verein passende Name.
Wie eingangs berichtet und in dieser Zeit üblich, war der Vorsitzende, Lehrer Reichmann, auch der Dirigent. Schon im Herbst 1863 trat der Verein bei der Einweihung des neu erbauten Schulhauses (später Bürgermeisteramt und heute Wohnhaus Rudolf-Dietz-Straße 8) zum ersten Mal an die Öffentlichkeit.
Nach der Versetzung von Lehrer Reichmann führte Lehrer Mager von 1866 bis 1869 die Dirigentschaft und wiederum wurde auch er der Vorsitzende des Vereins. Im Jahre 1868 veranstaltete man auf dem Kolben die erste Festlichkeit des Vereins.
Im Jahre 1870 vollzog man die Trennung zwischen dem Amt des Vorsitzenden und dem des Chorleiters. Die Chorleitung übertrug man dem Musiker und Bürgermeister Johann Geis aus Elz, der den Chor bis 1874 leitete. Von 1875 bis 1887 war dann der Reichsbahn-Sekretär August Schmidt, ein Freiendiezer, Chorleiter. Von 1870 bis 1887 wurde der Verein von dem Bergmann Philipp Wilhelm Homburg als Vorsitzender geführt. Er ist am 23. April 1887 auf tragische Weise durch einen Bergunfall ums Leben gekommen.
Auch bei der "Germania" herrschten strenge Sitten. Zucht und Ordnung war geboten. Aufgenommen wurde jeder, der sein 19. Lebensjahr vollendet, eine zur Ausbildung befähigte Stimme und einen unbescholtenen Ruf hatte.
Ich zitiere aus den Statuten, die am 25. November 1879 beschlossen und vom Dirigenten August Schmidt und 63 Mitgliedern unterschrieben wurden, folgende Paragraphen, die Vorgesagtes belegen:

§ 9 - Bei Anfang der Gesangstunde hat der Präsident die Mitglieder zu verlesen, jedes fehlende Mitglied zu notieren und dieselben mit einer Strafe von 10 Pfennig zu belegen.
§ 10 - Fehlt ein Mitglied in der Gesangstunde ohne genügenden Grund, so wird dasselbe mit 10 Pfennig bestraft.
§ 11 - Jedes Mitglied hat während der Gesangstunde dem Dirigenten Folge zu leisten und zu gehorchen.
§ 15 - Jedes Mitglied hat sein Liederbuch mit in die Gesangstunde zu bringen, sich die Lieder selbst zu schreiben oder schreiben zu lassen.
§ 16 - Sobald der Verein 36 Mitglieder zählt, wird derselbe für geschlossen erklärt. Jeder, der eintreten will, wenn der Verein geschlossen ist, hat ein erhöhtes Eintrittsgeld zu entrichten.
§ 19 - Alljährlich finden drei Abendunterhaltungen statt und zwar am 2. Weihnachtstag, am Fastnachts-Sonntag und Ostermontag.

Bürgermeister Künzler hat bestätigt, dass er diese Statuten gesehen und genehmigt hat.

Diese Satzung wurde am 4. November 1893 wie folgt umgeändert bzw. erneuert:

§ 3 - Jedes neu eintretende Mitglied hat ein Eintrittsgeld von 3,- Mark sogleich an die Vereinskasse zu zahlen. Ferner hat jedes Mitglied einen monatlichen Beitrag zu leisten, welcher vom Vorstand festgesetzt und vom Kassierer des Vereins zu erheben ist.
§ 4 - Jedes Mitglied verpflichtet sich zu einem pünktlichen und regelmäßigen Besuch der Gesangsübungen und Aufführungen, wie auch zu einem anständigen Betragen während derselben. Ist ein Mitglied genötigt, die Gesangstunde nicht besuchen zu können, so hat es dem Vorstand hiervon Anzeige zu machen. Wird letzteres versäumt oder wird ohne genügenden Grund in der Gesangstunde gefehlt, so wird das fehlende Mitglied mit einer vom Vorstand festzusetzenden Strafe belegt, die wenigstens 10 Pfennig betragen soll. Auf dreimaliges unentschuldigtes Fehlen in einem Monat erfolgt Ausstoß aus dem Verein.
§ 10 - Die Auswahl der einzuübenden Lieder bestimmt der Dirigent des Vereins und hat jedes Mitglied demselben während der Gesangstunden und Aufführungen Folge zu leisten.

Auch diese Statuten wurden Bürgermeister Künzler vorgelegt und von ihm genehmigt.
Solche Satzungsbestimmungen wären heute nicht mehr denkbar.
Man war inzwischen 25 Jahre alt geworden. Am 3. und 4. Juli 1887 feierte man das 25-jährige Bestehen mit einem großen Sängerfest. Vorsitzender Friedrich Heimann führte den Verein in das zweite Vierteljahrhundert.
Nun stellten sich auch erste Wettstreiterfolge ein. Der Chor stand auf hoher Leistungsstufe. In der zweiten Stadtklasse zu singen, war damals eine große Qualifikation.
1912 beging man mit einem großen Volksfest das 50-jährige Bestehen. Schier endlos war der Festzug, der sich durch den herrlich geschmückten Ort bewegte und an dem sich 40 Vereine beteiligten. Böller krachten unaufhörlich von der Höhe. Die Festrede hielt Pfarrer Auler. Er schloss sie, in dem er seiner Ehrerbietung gegenüber dem Kaiser als Förderer des Gesanges Ausdruck verlieh in dem Ruf: Se. Majestät Kaiser Wilhelm II. lebe hoch! Die Menge stimmte hierauf "Heil dir im Siegerkranz" an. Fräulein Emma Römer überreichte dem Verein die von der Gemeinde gestiftete Fahnenschleife nebst Bandelier und Schärpen als Anerkennung der vom Verein erworbenen Verdienste. Fahnenträger Wilhelm Stein übernahm das Geschenk und heftete es an die Fahne.

1913 wählte man sogar einen Vereinsdiener und beschloß, ihm eine Vergütung von 9,- Mark zu zahlen. Wie lange er seine Tätigkeit ausübte, ist leider aus den Vereinsunterlagen nicht zu entnehmen.
Die blühende Vereinsarbeit riß der 1. Weltkrieg auseinander. Von den 39 aktiven Mitgliedern, die der Chor zählte, zogen 34 in den Krieg; ebenso eine große Zahl der 82 unaktiven Vereinsmitglieder. Da schwieg die traute Kunst, die nur im Frieden leben mag. Dreizehn Sänger nahm der Krieg als Opfer.
Aber aus all dem Leid hat der Verein unverdrossen wieder aufgebaut. Mit einem großen Sängerfest beging man vom 1. -3. Juli 1922 das 60. Jubelfest. Elf Ehrenmitglieder, 58 aktive und 142 fördernde Mitglieder waren es, die dieses Fest der "Germania" erlebten. Samstags veranstaltete man ein großes Festkonzert unter Mitwirkung des MGV Kölner Sängerkreis (133 Sänger), Inhaber der großen goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft, und des Trompetenchores "Apollo" (ehem. Köln-Deutzer Kürassiere). Einunddreißig Wettstreitvereine und 14 Gastvereine gaben sonntags diesem Fest einen weiteren besonderen Glanz.
Mit welchen äußeren Schwierigkeiten es der Verein in der folgenden Zeit zu tun hatte, mag der hier wiedergegebene Schriftwechsel des Vorsitzenden Gustav Wendt mit dem Verwalter Krebs, Betriebsleiter der Firma Johann Schaefer, Kalkwerke, vom 29. Oktober 1923 belegen:

"Sehr geehrter Herr Krebs! Der Gesangverein "Germania" Freiendiez erlaubt sich hiermit die höfl. Anfrage, ob Sie vielleicht in der Lage sind, uns um unsere Gesangstunden im Winter abhalten zu können, 4-5 Ctr. Kohlen abzulassen. Wie die Verhältnisse heute liegen, wissen Sie ja selbst und brauchen wir hierüber wohl keine unnötigen Worte zu verlieren. In der angenehmen Erwartung, dass wir keine Fehlbitte getan haben zeichnen mit deutschem Sängergruß. - G. Wendt –"

Antwort: "K H. Z. - Die Firma gibt nur gegen Frucht für 3 Centner Kohlen = 1/2 Centner Weizen 1/2 Centner Roggen als Gegenwert ab, aber auch nur in dringenden Fällen. Wenn Sie Frucht beschaffen können, will ich versuchen, dass Sie die Kohlen bekommen. - Krebs –"

Ob es zum Tausch gekommen ist, wissen wir nicht," nur eines: der Chor hat den Winter überstanden.
Ende 1924 wurde zur Verbesserung der Probenarbeit und vor allem für die Konzerttätigkeit ein Flügel angeschafft. 2300 Reichsmark hat er gekostet. Anteilscheine, die ohne Schwierigkeiten in Freiendiez verkauft wurden, halfen die Kosten zu decken.
Besondere Sorgen bereitete dem Verein in dieser Zeit die Chorleiterfrage. Immer nur kurze Zeit konnten die damaligen Chorleiter den Chor leiten, bis dann 1926 wieder stabile Verhältnisse einkehrten. Es begann die "Aera Steuernagel". Der Chor eilte wieder von Erfolg zu Erfolg. Erste Klassenpreise, erste Ehrenpreise und höchste Ehrenpreise waren der Lohn für eine rege und aktive Chortätigkeit. Man pflegte auch zum Sängerbund ein gutes Verhältnis. Vertreter der Vereins besuchten im Jahre 1928 das 10. Deutsche Bundeschorfest in Wien. Neben Wettstreitbesuchen vergaß man aber nicht die häufig vernachlässigte Veranstaltung von Chorkonzerten. Die der Geselligkeit dienenden Weihnachtsfeiern wurden stets unter großer Beteiligung und echt harmonischer Sängerart abgehalten. Sie waren nicht mehr wegzudenken und wurden noch bis in die Nachkriegszeit veranstaltet. Erwähnenswert ist aus dem Jahre 1931 ein Wohltätigkeitskonzert, gemeinsam mit dem evangelischen Kirchenchor Limburg im Gemeindehaus Limburg, das in der hiesigen Turnhalle wiederholt wurde. Am 27. November 1932 fand aus Anlass des 70-jährigen Bestehens ein Jubiläumskonzert in der Turnhalle statt, im übrigen wurde aber wegen der Not jener Tage von einer Festlichkeit im größeren Umfange Abstand genommen.
1934 hieß man die Saarsänger aus Fischbach willkommen, die schöne Pfingsttage bei herzlicher Aufnahme durch die Ortseinwohner erlebten. Höhepunkt war eine Saarkundgebung in Diez. Am 9. Dezember 1934 sang die "Germania" im Rundfunk. Unvergessen blieb den Sängern 1936 die Fahrt an die Saar zum Besuch der dortigen Sangesfreunde der "Rora" Fischbach.
Mit einem Jubelfest zum 75-jährigen Bestehen vom 3. bis 5. Juli 1937 beendete die "Germania" das dritte Vierteljahrhundert.
Durch die damalige Reichsmusikkammer wurde dem Verein die Zelterplakette in Silber verliehen. Dies in einer Zeit, die man bis dahin als die schwerste Zeit für den Verein bezeichnen kann. Es war, wie für alle Männergesangvereine, die Zeit der Bewährung. Rückschauend muss man für den Verein feststellen, dass es den Verantwortlichen und den Aktiven gelang, das Vereinsschiff ohne Schaden auch durch diese schwere Zeit zu steuern. Weder die Gleichschaltung, von der Politik her gefordert, noch die grausamen Opfer des 2. Weltkrieges - sieben Sänger der "Germania" kehrten aus dem Krieg nicht mehr heim - noch die bitteren Folgeerscheinungen der Nachkriegszeit vermochten den Verein zu erschüttern.


Brückeneinweihung in Diez (August 1949)


So ging es nach dem 2. Weltkrieg wieder an die Arbeit. Getreu dem Motto: "In Freud und Leid zum Lied bereit" brachte man den Verein wieder auf Schwung. Der Verein wuchs beinahe auf die stattliche Zahl von 100 Sängern heran. Im August 1949 wirkte der Chor bei der Brückeneinweihung der im Krieg zerstörten und wieder aufgebauten "Neuen Lahnbrücke" in Diez mit.
1949 führte der "alte" Herr Steuernagel, der so oft den Chor zu Erfolgen geführt hat, zum letzten mal die "Germania" zum Gesangwettstreit nach Neuwied und zum Kreisleistungssingen nach Altendiez. Mit dem 2. Klassenpreis in der 2. Klasse und der Note "sehr gut" beim Kreisleistungssingen war es ein würdiger Abschluß einer segensreichen Chorleitertätigkeit für den Verein.
Ernst Steuernagel setzte die "Aera Steuernagel" fort. Noch im Beisein seines Vaters trat unter ihm der Chor bei dem Gesangwettstreit 1951 in Holzheim in der 1. Stadtklasse auf "Diana" Vallendar und Koblenz-Horchheim, zwei namhafte Chöre, waren die Mitkonkurrenten. Ein 1. Ehrenpreis und der 2. Klassenpreis waren für den jungen Chorleiter und den Chor ein großer Erfolg. Froh gestimmt nahm man am Festzug teil.


Festzug Holzheim


1952 feierte man das 90-jährige Bestehen der "Germania". Man verband dieses Fest mit der Einweihung einer neuen Fahne. Noch einmal zog ein Festzug durch Freiendiez







Festzug 1952

Wettstreite mit und ohne Erfolg veranlassten danach Chorleiter und Chor, das Schwergewicht auf Wertungs- und Leistungssingen zu legen. Vor allem unterstützte man durch den Besuch von Freundschaftssingen die Nachbarvereine. Wenn auch der Chor zahlenmäßig zurückging, weil alte Sänger passiv wurden und der Nachwuchs nicht so schnell heranreifen konnte, gab es doch Ereignisse, die die hervorragenden chorischen Leistungen bezeugen. Hervorragend die Konzerte am 2. Dezember 1956 mit dem MGV "Harmonie" Lindenholzhausen und am 4. Dezember 1960 mit dem MGV "Harmonie" Diez. Im März 1958 sendete der Hessische Rundfunk ein Konzert mit der "Germania". Im Oktober 1960 folgte die Teilnahme am Bezirksleistungssingen in Westerburg mit der Qualifikation zum Bundessingen. Auch die Sängerfreundschaften zu den Sängern der "Rora" Fischbach/Saar, wurden wieder aufgenommen. 1953 ihr Besuch in Freiendiez, 1954 und 1958 der Besuch unseres Chores im Saarland.


Ankunft in Fischbach 1954

Vom 30. Juni bis 2. Juli 1962 wurde das 100-jährige Bestehen gefeiert. Ein großer Festabend, unter Mitwirkung des MGV "Harmonie" Lindenholzhausen und des Gemischten Chores Dietkirchen, ein Prädikat-Wertungssingen, ein Freundschafts- und Kinderchorsingen sowie der Gegenbesuch des MGV "Flora" Fischbach trugen zu einem guten Gelingen bei.


Begrüßung in Fischbach 1954

Ab 1962, noch zählte der Chor 70 aktive Sänger, verringerte sich die Zahl der Chormitglieder in den folgenden Jahren auf den Tiefstand im Jahre 1972 mit noch 42 Sängern. Eine schwere Zeit für die »Germania«. Aber dennoch wurde dank der qualifizierten Arbeit des Chorleiters eine gute Chorarbeit geleistet. Konzerte, Wertungssingen und auch Wettstreite bestimmten die Chortätigkeit. Schließlich trat aber noch ein weiteres Problem auf Das Probelokal "Werner" stand nicht mehr zur Verfügung und man war auf ständiger Wanderschaft, bis man schließlich von der Evangelischen Kirchengemeinde in den Saal des Kindergartens aufgenommen wurde. Verständlicherweise litt auch hierunter die Chortätigkeit. Man musste wieder zu stabilen Verhältnissen kommen. Man schuf sich ein neues und man kann sagen "eigenes" Heim. Mit Willen und finanzieller Unterstützung der Stadt Diez wurde gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Freiendiez in Eigenleistung das Feuerwehrgerätehaus teilweise abgerissen und neu wieder aufgebaut. Am 28. Januar 1967 begannen die Arbeiten und schon am 15. Dezember 1967 wurde das Haus eingeweiht und den beiden Vereinen von Bürgermeister Kaffine feierlich übergeben. Dankbar erkannte die Stadt Diez die Leistungen der beiden Vereine an. Sie sicherte der »Germania« vertraglich das unentgeltliche Nutzungsrecht zu, solange der Verein besteht. Froh und dankbar nahm man Besitz.
Die ersten Proben im neuen Übungsraum galten dem Rundfunksingen im Südwestfunk, das am 15. April 1968 ausgestrahlt wurde. Am 9. Juni 1968 besuchte man den letzten Wettstreit unter der Stabführung von Herrn Steuernagel in Schneitheim


Einweihung des Probelokals


1968 - Vatertagswanderung - ein alljährliches Vergnügen

Fortan sah man von Wettstreiten ab, wandte sich aber trotz eines dezimierten Chores vor allem den Gruppensingen des Sängerkreises und Prädikatsingen zu. Hier hatte man Erfolg.
Ein Höhepunkt dieses schweren Zeitabschnittes war das Konzert aus Anlaß des 110 - jährigen Jubiläums des Vereins am 9. Dezember 1972 in der Aula. Es wurde gestaltet von den beiden Chören "Germania" Freiendiez und "Harmonie" Diez unter der gemeinsamen Chorleitung von Ernst Steuernagel, dem Frauenchor Heistenbach, dem Männergesangverein "Harmonie" Lindenholzhausen sowie dem Streichquartett unseres Mitgliedes Willi Thorn.
Am 1. Januar 1974 wurde der Chor von dem jungen und qualifizierten Chorleiter WoIfgang Diefenbach übernommen. Mit ihm stellte sich auch die Jugend wieder ein. Sängerfreizeiten wurden veranstaltet. Wochenenden wurden mit Vorbereitungsproben für Konzerte und Leistungssingen verbracht; eine Wende trat ein. Man hatte wieder Selbstvertrauen.
Der Erfolg blieb nicht aus. Man schloss sich den Ideen des Sängerbundes an und setzte sich zum Ziel, Meisterchor des Sängerbundes Rheinland-Pfalz zu werden. Am 22. Oktober 1978 war es soweit. In Siershahn wurde dem Chor diese hohe Auszeichnung verliehen.
Man räumte nun der Konzerttätigkeit einen hohen Stellenwert ein. Hierfür stand und steht dem Verein die repräsentative Aula im Schulzentrum zur Verfügung, die dem Verein in dankenswerter Weise vom Rhein-Lahn-Kreis zur Verfügung gestellt wird. Anerkennende Presseberichte bezeugen die herausragenden Leistungen. Mit diesen Konzerten war der Verein auf dem richtigen Weg.
Hinzu kamen unvergessliche Liederabende in der Turnhalle. Auch in der Fernsehsendung des Südwestfunks "Wo man singt an der Lahn" war der Chor vertreten. Ausgestrahlt wurde die Sendung erstmals am 2. Juni 1976 und danach wiederholt gesendet.
Schallplattenaufnahmen folgten. Immer wieder gern gehört der achtstimmige Chor "Gesang der Geister über den Wassern" von Franz Schubert, gemeinsam mit dem Limburger Männergesangverein und dem Marburger Kammerorchester aufgenommen.
Am 24. Oktober 1980 wird Hans-Peter Jung unser Chorleiter. Es ging unaufhaltsam bergan. Die Chorstärke wuchs weiter und hat sich nun seit 5 Jahren bei rund 90 Sängern stabilisiert. Die Konzerttätigkeit wurde unvermindert fortgesetzt und Geselligkeit wird gepflegt. Das "Hüttengaudi" ist hierfür Beweis und ein Markenzeichen der "Germania" geworden, doch dazu später.
Konzertreisen folgten, 1974 – Mattsee/Österreich, 1976- Hermansburg/Lüneburger Heide, 1979 – Arzl/Tirol, 1981- Lana/Südtirol.
Nach all diesen Erfolgen und nachdem man die Talsohle endgültig verlassen hatte, hatte man das echte Bedürfnis, das 120-jährige Jubiläum festlich zu begehen. Es begann am 4. April 1982 mit einem Kirchenkonzert in unserer Evangelischen Jakobus-Kirche. Die eigentlichen Festtage fanden vom 11. Juni bis 13. Juni 1982 in einer Festhalle auf dem Wirt statt. Vierunddreißig Gastvereine folgten der Einladung. Im Mittelpunkt der chorischen Veranstaltungen stand das Kreisleistungssingen des Sängerkreises Unterlahn. Mit weiteren 23 Vereinen nahm die "Germania" an diesem Leistungssingen der Stufe 1 selbst teil. Mit dem Chor "Gebet" von Smetana und dem Volkslied "Skotse Trieje" von Lüderitz und dem Ergebnis "sehr gut bis hervorragend" erwarb der Chor die Qualifikation für das Regionalsingen. Am 7. November 1982 musste man sich erneut bewähren. Das 2. Meisterchorsingen in Mainz-Hechtsheim stand an. Eine Chorfreizeit und einige Zusatzproben brachten den letzten Schliff Der selbst gewählte Chor "Der Tod" von Paul Hindemith, der Aufgabechor "Trinken, ja trinken" von Rudolf Desch und das Volkslied "Schöne Nacht" von Quirin Rische stellten höchste Ansprüche. Mit dem Stundenchor "0 Trank voll süßer Würze" und der Gesamtnote von 1,33 erhielt der Verein die erneute Berechtigung, den Titel "Meisterchor des Sängerbundes Rheinland-Pfalz" zu führen. Dies war wieder Grund zum Feiern im Vereinslokal mit dem Vereinswirt Dieter Dreiling. Bürgermeister Michaely gratulierte für die Stadt Diez zu diesem großen Erfolg besonders herzlich. Selbstbewusst ging man ins neue Jahr.


MGV "Lana"

Ein ereignisreiches Jahr stand bevor. Zunächst erwarteten wir vom 27. bis 29. Mai 1983 unsere Sangesfreunde aus Lana in Südtirol. Eine Volkstanzgruppe und die "Böhmische" der Stadtkapelle Lana begleiteten die Sänger. Schon der Begrüßungsabend war ein Erlebnis. Zur Stimmung trug nicht zuletzt das Gastgeschenk - ein Fass Süd- Tiroler Roter - wesentlich bei. Auf dem Rahmenprogramm standen die Besichtigung der Diezer Altstadt und des Schlosses Oranienstein. Mittelpunkt des Besuches war der Südtiroler Brauchtumsabend in der Turnhalle. Ein unvergesslicher Abend, der einen tiefen Einblick in das heimatliche Brauchtum der Südtiroler vermittelte. Sehr nachhaltig auch die Mitwirkung der Südtiroler in ihrer herrlichen Tracht im Gottesdienst in der Jakobuskirche. Die Hoffnung, die man bei dem Besuch in Lana 1981 hegte, hat sich mit diesem Besuch erfüllt. Es entstand eine echte Sängerfreundschaft, die sich in der Folge noch vertieft hat. Neben der Teilnahme an Konzert- und Jubiläumsveranstaltungen der "Eintracht" Limburg, "Concordia Frohsinn" Holzappel, Männergesangverein Esch, Gemischter Chor Gückingen, ist erwähnenswert ein Auftritt des Chores bei einer Veranstaltung der Bundeswehr im Schloß Oranienstein und die Veranstaltung des Volksbildungsvereins auf dem Alten Markt in Diez mit 15 Liedvorträgen. Die Teilnahme am Sommerfest des Altenheimes der Arbeiterwohlfahrt in Diez, das sich jährlich wiederholt, ist für den Chor ein besonderes Anliegen. Mit den Liedvorträgen wird den Bewohnern dieser Einrichtung eine besondere Freude bereitet. Am 2. September 1983 gratulierte die »Germania« dem VfL Diez-Freiendiez zu seinem 100-jährigen Jubiläum.

Ein weiteres besonderes Ereignis stand an, und zwar vom 16. bis 19. September 1983 die Konzertreise nach Ulm. Bei der Anreise wurde das Daimler-Benz-Museum in Stuttgart und das Schloß Ludwigsburg besichtigt. Abends die Begrüßung und ein gemütliches Beisammensein mit dem Ulmer Liederkranz. An diesem Abend traten unsere jungen Sänger Jürgen und Thomas Stein und Stephan und Harald Malm zum ersten Mal als Quartett auf Man war überrascht und erfreut zugleich, denn dieses junge Quartett ist eine echte Bereicherung des Chores geworden. Am nächsten Tag war das Konzert mit dem Ulmer Liederkranz. Es fand in der Ulmer Presse eine sehr gute Kritik. Nach Besichtigungen in Blaubeuren trat man mit schönen Eindrücken die Heimfahrt über die Schwäbische Alb und durch das Neckartal an. Die 151 Fahrtteilnehmer waren begeistert. Schon am 8. Oktober 1983 war der Chor am Konzert des Männergesangvereins Wehen beteiligt. Der Höhepunkt des Jahres 1983 war dann das eigene Chorkonzert in der Aula des Schulzentrums. Mitwirkende waren der MGV "Arion" Sindlingen, und als Solistin die Ehefrau unseres Chorleiters, Frau Britt-Marie Jung-Nilsson, sowie der Tenor Heinz Stubig. Die Aula erlebte einen großen Konzertabend vor vollbesetztem Haus. Wohl gerüstet begann man das Jahr 1984. Anläßlich der Jahreshauptversammlung am 6. Januar 1984 fanden zwei bedeutsame Ehrungen statt. Für 25-jährige Vorstandsarbeit erhielten Werner Thorn und der Vorsitzende Günter Stein eine Ehrenurkunde des Sängerbundes Rheinland-Pfalz. Günter Stein erhielt die Goldene Ehrennadel des Vereins.


Kamevalveranstaltung - Hüttengaudi


Kamevalveranstaltung - Hüttengaudi

Wie jedes Jahr so freute man sich auch 1984 wieder auf die bei den Hüttengaudis am 28. Januar und 4. Februar. Zu dieser Veranstaltung müssen besondere Ausführungen gemacht werden.

Seit 1969 wird diese karnevalistische Veranstaltung jährlich in der Turnhalle abgehalten. Sie wurde sofort zu einem großen Erfolg. Die Kartenwünsche konnten nicht mehr befriedigt werden. Es gab nur den einen Ausweg, zwei solcher Veranstaltungen durchzuführen, wozu man sich ab 1984 entschied. Weit über die Grenzen von Freiendiez ist diese Veranstaltung bekannt geworden. So schreibt die Nassauische Landeszeitung:
"Man nehme ein paar hundert Narren, zwei Dutzend Vollblutkarnevalisten, einige attraktive Ballettmädchen und eine Blaskapelle. Bei leichter Hitze lasse man diese etwa dreieinhalb Stunden in einer festlich dekorierten Turnhalle garen, fertig ist ein perfektes Hüttengaudi."
Stellvertretend für alle Beteiligten, die Jahr für Jahr sich um diese Veranstaltung bemühen, sei hier einem aktiven Sänger gedankt, dem Sangesbruder Jochen Bruggaier. Er wurde für sein Engagement beim Hüttengaudi 1987 besonders geehrt, als er "sein Hüttengaudi" in jüngere Hände legte.
Am 31. März 1984 veranstaltete der Sängerkreis in Dausenau ein Kreischorkonzert. Es war selbstverständlich, dass die »Germania« hieran teilnahm. Zu Gast war der Chor am 18. Mai beim Festkonzert des Männergesangvereins Neuenhain. Einem besonderen Wunsch von vielen Freiendiezer Sangesfreunden kam man gerne nach. Ein Volksliedersingen sollte im Juni im Hof der Pestalozzi-Schule veranstaltet werden. Leider musste man witterungsbedingt die Veranstaltung in die Turnhalle verlegen. Es kamen alte und neue Volkslieder zu Gehör. Dazu brachte wiederum das junge Quartett Proben seines Könnens. Die Veranstaltung fand große Resonanz und wurde in das Jahresprogramm des Vereins aufgenommen.
Gast war der Chor beim 20-jährigen Jubiläum des Frauenchores Fachingen am 31. August 1984 und beim 125-jährigen Jubiläum des Männergesangvereins Aull am 23. September 1984.
Zur Pflege der Geselligkeit unternahm der Verein am 29. September 1984 einen Halbtagesausflug nach Kaub zur Stadtbesichtigung und Besichtigung der Rheinpfalz. In Dörscheid traf sich die froh gestimmte Sängerfamilie zum gemütlichen Beisammensein bei Gesang und Tanz.
Das Jahr wurde abgeschlossen mit der Teilnahme an einem Konzert des Männergesangvereins Görgeshausen am 1. Dezember 1984. Ein ereignisreiches Jahr 1985 stand bevor.
In den Monaten Januar und Februar führte unser Chorleiter eine Vizechorleiterschulung durch. Es genügt heute nicht mehr, nur einen guten Chorleiter zu haben. Dem Chorleiter, der mehrere Vereine betreut, meist zwei an einem Tage, wie beispielsweise uns und den Männergesangverein Wehen am Freitag, ist es nicht mehr möglich, bei jedem Auftritt des Chores präsent zu sein. Man muss daher über geeignete Vizechorleiter verfügen.
Dies war auch der Grund, weshalb wir uns der Anregung des Chorleiters anschlossen. Die jungen Sänger Jürgen und Thomas Stein sowie Harald Malm waren bereit, an dieser Chorleiterschulung teilzunehmen. Damit verfügt der Chor mit den Sangesbrüdern Günter Stein und Kurt Stadelmaier über fünf Vizechorleiter. Alle konnten sich schon bei den verschiedensten Gelegenheiten bewähren, so dass es für uns nicht nur kein Problem sondern eine Freude und Genugtuung ist, selbst Freundschaftssingen mit einem Vizechorleiter hervorragend zu bestreiten.
Zwei Chorfreizeiten im März dienten der Vorbereitung auf das Regionalsingen -Leistungssingen der Stufe 2 - am 24. März in Ingelheim. In dieser für uns fremden Region machte der Chor einen hervorragenden Eindruck. Mit 83 Sängern qualifizierte er sich mit der Gesamtnote "sehr gut" für das Meisterchorsingen. Gesungen wurde als Pflichtchor: "Singe mein Herz" von Rudolf Desch, als Wahlchor: "Ich hebe meine Augen auf" - Psalm 121 - von Hans Weiß-Steinberg und das Volkslied "Diridonda" im Satz von Arnold Kempkens.
Das Ereignis des Jahres war die viertägige Konzertreise vom 26. bis 30. April 1985 zu den Sangesfreunden nach Lana in Südtirol. Der Männergesangverein Lana feierte sein 75-jähriges Bestehen. Herzlich wurden wir mit Musik und erfrischendem Tiroler Wein begrüßt.
Im Mittelpunkt der Reise stand das Konzert im dortigen Kulturhaus. Außer unserem Chor und unserem Vokalquartett nahmen noch der Männergesangverein und Gemischte Chor Andorf (Oberösterreich) und der gastgebende Männergesangverein Lana teil.


Chor und Vokalquartett in Lana

Einen sehr tiefen und nachhaltigen Eindruck hinterließ der Chor bei der musikalischen Ausgestaltung des Gottesdienstes in der Pfarrkirche in Niederlana. Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. Gaudi-Fußballspiel zwischen MGV Lana und MGV Freiendiez mit einem beiderseits erhofften Ergebnis von 3: 3, im Anschluß eine zünftige Preisverteilung und ein gemütliches Beisammensein im "Brandis-Keller". Schließlich rundete eine Ausflugsfahrt nach Kaltem mit KeIlerbesichtigung und Umtrunk die Fahrt ab. Man versprach sich ein Wiedersehn in Freiendiez.
Beim Chorkonzert der Sängervereinigung Wörsdorf am 12. Mai 1985 und beim 110-jährigen Jubiläum des MGV Görsroth am 31. Mai 1985 konnte sich der Chor wiederum beweisen.
Beim 60-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Freiendiez und einem hierbei veranstalteten Feuerwehrwettkampf der Freiendiezer Ortsvereine nahm man teil und belegte dabei sogar den 1. Platz.
Das im Schulhof am 29. Juni 1985 geplante Singen musste wiederum wegen des schlechten Wetters in die Turnhalle verlegt werden.
Am 7. Juli 1985 folgte die Teilnahme am Prädikatsingen an lässlich des 140-jährigen Jubiläums des Gesangvereins "Eintracht" Heringen. Von den 10 teilnehmenden Vereinen belegte die "Germania" den 1. Platz mit der Note "hervorragend". Am 17. August 1985 war wieder Sommerfest im Diezer Altenheim und am 1. September das Königsschießen des Schützenvereins, an dem - wie alljährlich - die "Germania" nicht fehlte.
Am 8. September 1985 musste sich der Chor anläßlich des 60-jährigen Jubiläums des Männerchores Beselich-Obertiefenbach bewähren. Der Chor hatte sich für das dortige Pokal- Punktwertungsingen gemeldet. Unter 34 Männerchören belegte der Chor gemeinsam mit dem MGV "Germania" Elz den 1. Platz. Anläßlich des 100-jährigen Jubiläums des MGV Biebrich war der Chor zur Mitwirkung an einem Konzert eingeladen, ebenso vom MGV "Eintracht" Aumenau zum Chorkonzert am 2. November 1985. Die Teilnahme beim Herbstkonzert des MGV Rückershausen am 30. November rundete das Veranstaltungsprogramm 1985 ab. Man ging mit neuen Zielen in das Jahr 1986.
Zunächst wurden die beiden Sänger Fritz Thorn und Hermann Holzhäuser für 40-jährige aktive Sängertätigkeit mit der Goldenen Ehrennadel des Sängerbundes und mit der Goldenen Vereinsnadel ausgezeichnet. Sie wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Nach wiederum erfolgreichem Hüttengaudi am 18. und 25. Januar 1986 und wie in jedem Jahr mit der Beteiligung der jungen Sänger beim Karnevalszug, diesmal in Hadamar, folgten die Vorbereitungen für ein großes Chor- und Instrumentalkonzert am 15. März 1986 in der Aula des Diezer Schulzentrums.
Bei diesem Konzert wirkten der Kinder- und Jugendchor Bechtheim unter der Leitung von Harald Schmidt, ein Hornquartett der Musikhochschule Köln sowie der Pianist Uwe Baiser aus Diez mit.

Der Kinder- und Jugendchor Bechtheim war bekannt geworden durch seinen großen Erfolg im bundesweiten Kinderchorwettbewerb, an dem sich etwa 400 Kinder- und Jugendchöre beteiligten. Im Finale, das vom Fernsehen ausgestrahlt wurde, erreichte der Chor auf Anhieb den 4. Platz.
Die Mitglieder des Hornquartetts waren Studenten von Professor Erich Pensel, Musikhochschule Köln.
Uwe BaIser studiert an der Musikhochschule Köln Klavier bei Professor Pavel Gibilov.
Wir brachten vier Schubert-Chöre zum Vortrag, darunter den Psalm 23 mit Klavierbegleitung und "Nachtgesang im Walde" mit Hörnerbegleitung. Dazu noch drei geistliche Werke von da Palestrina, Smetana und Hans Weiß-Steinberg. Sehr einfühlsam drei Lieder von Silcher - sowie mit Hörnerbegleitung "Wohlauf die Jagd geht frisch und gut" und der Jägerchor aus der Oper "Der Freischütz" mit Hörner- und Klavierbegleitung.
Hierzu auszugsweise den Pressebericht aus der Lahnzeitung: "Männerchorkonzerte sind gar zu oft nach dem gleichen Muster zusammengestellt. Nicht so das Konzert des Männergesangvereins "Germania" in der Aula des Diezer Gymnasiums. Hier war offenkundig eine fachlich geschulte und ordnende Hand zu Werke gewesen, welche ein Programm zusammengestellt hatte, das Beispiel geben kann. Den Rahmen bildete der gastgebende Verein, dazwischen wirkten ein Kinderchor und ein Waldhornquartett mit und die aufgeführten Werke wiesen eine klare Linie auf Dadurch bekam das Konzert eine einheitliche Form."
Die vollbesetzte Aula war ein würdiger Rahmen für dieses anspruchsvolle Konzert.
1985 feierte der Evangelische Kirchenchor unserer Ev. Jakobusgemeinde sein 100-jähriges Bestehen. Als Geschenk bot die "Germania" an, gemeinsam ein volkstümliches Frühjahrskonzert aller Freiendiezer Chöre zu veranstalten und den Erlös dem im Jahre 1985 neu gegründeten Evangelischen Kinderchor zur Verfügung zu stellen, um ihn bei seinem Aufbau zu unterstützen und die nicht leichte Chorerziehung zu fördern. Diese Anregung fiel auf fruchtbaren Boden und wurden von Pfarrer Hans Otto Rether besonders gewürdigt.
Das Konzert wurde 1986 gestaltet vom Freiendiezer Posaunenchor, dem Ev. Kirchenchor und dem neu gegründeten Kinderchor sowie dem Chor der "Germania". Die Presse schrieb: "Wo gibt es das heute noch, daß ein Stadtteil mit eigenen musikalischen Kräften einen ganzen Saal mit Zuhörern zu füllen vermag? Die Freiendiezer Vereine schaffen dies."
Am Schluß dieses Presseberichtes hieß es: "Die Turnhallenbesucher quittierten das bunte Musizieren und Jubilieren an diesem Maiabend nicht nur mit herzlichem Beifall, sondern auch mit einer ansehnlichen Spende, die der Arbeit dieses viel versprechenden Kinderchores gewidmet sein soll. Die rund 300 Zuhörer drückten mit ihrer 1.040,- DM-Spende ihre Begeisterung aus."

Es soll nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein, war der Wunsch vieler Besucher.
An dieser Stelle darf nicht unerwähnt bleiben, daß die "Germania" seit ihrem Bestehen ein besonders gutes Verhältnis zur Evangelischen Kirchengemeinde Freiendiez gepflegt hat, das nach Generationen von unserem Pfarrer Hans Otto Rether fortgesetzt wird. Gerne stellt sich der Chor in den Dienst der Kirchengemeinde.

Außer den beiden genannten Konzertveranstaltungen sollen folgende Auftritte des Chores erwähnt werden:
7. März 1986 - 100-jähriges Vereinsjubiläum des Obst- u. Gartenbauvereins
26. April 1986 - Jubiläumskonzert des MGV "1856" Wehen
23. Mai 1986 - Festkommers und Bunter Abend anläßlich des 75-jährigen Jubiläums der Fußballabteilung des VfL Diez-Freiendiez.

23. Mai 1986 - Freundschaftssingen des Gesangvereins "Arndt-Germania" Bad Ems
5. Juli 1986 - 85-jähriges Vereinsjubiläum MGV "Liederkranz" Kördorf
Aug. 1986 - Festkonzert MGV Steinefrenz
Aug. 1986 - 125-jähriges Jubiläum MGV Racht

Bei all diesen Veranstaltungen gab der Chor sein Bestes. Hier ein Ausschnitt aus der Lahnzeitung zum Auftritt des Chores in Bad Ems: "Hohe Sangeskultur bewiesen die von Hans-Peter Jung betreuten Sänger der "Germania" Freiendiez. Akustisch brillant sowohl die Intonierung des Psalm 121 "Ich hebe meine Augen auf2 als auch die Schubert-Interpretation "Nachtgesang im Walde".
Ein besonderes Jahr in der Vereinsgeschichte steht an. 1987 feiert der Verein sein 125-jähriges Vereinsjubiläum. Die Vorbereitungen für ein großes Jubiläum sind getroffen. Doch zuvor noch eine Bewährungsprobe. Am 5. April 1987 fand das Meisterchorsingen des Sängerbundes Rheinland-Pfalz in Mülheim-Kärlich statt. Zum 3. Male wollte die "Germania" den Meisterchortitel erringen. Gewissenhaft und gründlich wurde der Chor auf dieses Singen vorbereitet. Mit 1,26 Punkten und dem zweitbesten Ergebnis der 17 teilnehmenden Chöre erhielt der MGV "Germania" Freiendiez wiederum den Titel "Meisterchor des Sängerbundes Rheinland-Pfalz". Der Erfolg wurde gebührend gefeiert. Mit anerkennenden Worten überreichte Stadtbürgermeister Willi Peiter für die Stadt Diez das Chorwerk "Das Dörfchen" von Franz Schubert.

Weitere Konzertverpflichtungen wurden erfüllt:
3. Mai 1987 - 130-jähriges Jubiläum des MGV Burgschwalbach
12. Juni 1987 - 150-jähriges Bestehen des Gesangvereins Mensfelden
26. Juni 1987 - 150-jähriges Bestehen des Catzenelnbogener Gesangvereins

Der Chor nahm am 13. Juni 1987 an einem weiteren Konzert des Frauenchores Esch im Taunus teil.
Besonders aber ist hervorzuheben die Teilnahme am internationalen Abendkonzert anläßlich des großen Chorfestivals 1987 der "Harmonie" Lindenholzhausen am 29. Mai 1987.
Was die "Germania" immer auszeichnete, war auch die Bereitschaft, innerhalb unserer Stadt an allen Geschehnissen teilzunehmen. Sei es durch die Teilnahme an der jährlich stattfindenden Altenfeier, sei es durch die Teilnahme an Veranstaltungen der Stadt Diez selbst oder durch die Teilnahme am Volkstrauertag. Wir nehmen hier aber auch Gelegenheit, der Stadt Diez ein Wort des Dankes zu sagen. Wir wissen um die angespannte Finanzlage und erkennen gerade deshalb die finanzielle und auch ideelle Unterstützung besonders an.
Gerne erfüllt der Chor auch seine Ehrenpflichten gegenüber seinen Mitgliedern. Wer freut sich nicht, wenn der Chor bei Hochzeiten zu den Gratulanten zählt oder ein Geburtstagsständchen bringt. Eine besondere Aufgabe sieht der Chor darin, allen betagten Mitbürgern im Stadtteil Freiendiez, die Goldene Hochzeit feiern, mit einem Ständchen zu gratulieren.
Aber nicht nur fröhliche Anlässe rufen den Chor auf. Auch den verstorbenen Mitgliedern erweist er die letzte Ehre, wenn er den Gedenkgottesdienst chormusikalisch umrahmt.
Interessant ist sicherlich die Mitgliederbewegung seit 1952. Hoffen wir, dass sich die sichtbar positive Tendenz fortsetzt.

1952 = 93 aktive, 111 fördernde Mitglieder und Ehrenmitglieder
1962 = 70 aktive, 112 fördernde Mitglieder und Ehrenmitglieder
1967 = 65 aktive, 145 fördernde Mitglieder und Ehrenmitglieder
1972 = 42 aktive, 157 fördernde Mitglieder und Ehrenmitglieder
1977 = 67 aktive, 210 fördernde Mitglieder und Ehrenmitglieder
1982 = 90 aktive, 225 fördernde Mitglieder und Ehrenmitglieder
1987 = 90 aktive, 249 fördernde Mitglieder und Ehrenmitglieder
Hier sei erwähnt, dass der Verein seit einigen Jahren auch weibliche Mitglieder zu seinen fördernden Mitgliedern zählen kann.
Von den 249 fördernden Mitgliedern im Jahre 1987 sind 47 Frauen. Wir dürfen uns gerade bei ihnen für die Unterstützung des Vereins sehr herzlich bedanken.
So blicken wir mit Stolz auf diese 125 Jahre "Germania" Freiendiez zurück. Man muss erfüllt sein von Dankbarkeit, dass es immer Männer gab, die diesen Verein von Generation zu Generation weitergegeben haben. Alle waren bestrebt, ihn durch die Wirren der Zeiten hindurch zu bringen, ihn mit Leben zu erfüllen und Freude am Singen zu wecken. Es gab, so konnte man lesen, auch schwere Zeiten, aber der Verein hat sie ohne Schaden überstanden, dank dem Engagement aller Verantwortlichen und aller Mitglieder, die dem Verein die Treue gehalten haben

Richten wir aber an diesem stolzen Geburtstag auch den Blick in die Zukunft. Gehen wir mit Zuversicht in eine neue Zeit.
Wir wünschen und hoffen, dass der Verein, verankert in der Dorfgemeinschaft Freiendiez, noch lange besteht und seine Aufgaben zur Freude aller erfüllt. Unsere Jugend gibt uns berechtigte Hoffnung. Durch sie ist die "Germania" wieder jung geworden. Singen wir weiter, zur Freude aller und nach dem Leitspruch des Deutschen Sängerbundes "Singen heißt verstehen".
Kurzbiographie Männerchor "Germania" Freiendiez e.V.

Der Männerchor "Germania" Freiendiez wurde im Jahr 1862 gegründet. Freiendiez ist ein Stadtteil der Stadt Diez und liegt geografisch etwa in der Mitte zwischen Frankfurt und Köln bei Limburg an der Lahn.
Die derzeit ca. 55 Sänger werden seit dem Jahr 2000 von dem international renommierten Dirigenten Jürgen Faßbender geleitet.
Schwerpunkt der gemeinsamen chorischen Zusammenarbeit ist die Erarbeitung einer breit gefächerten Palette der Männerchorliteratur (insbesondere der zeitgenössischen), verbunden mit viel Spaß am gemeinsamen Musizieren!
Die Bereitschaft zur ernsthaften Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten Musik- und Sprachkulturen, Epochen und Stilen und die damit verbundene lebendige Umsetzung bei Auftritten und Konzerten erklärt sicher auch das Interesse vieler junger Männer, bei uns im Chor mitzusingen.
Der Chor stellt sich seit vielen Jahren bei nationalen und internationalen Chorwettbewerben der Kritik bzw. der Beurteilung hochrangiger Juroren. Daneben liegen dem Chor die Ausrichtung themenbezogener Konzerte und die Veranstaltung von Workshops am Herzen.
Dabei ist man immer auf der Suche nach neuen Formen der musikalischen Darbietung sowie der öffentlichen Präsentation. Selbstredend kommen auch die geselligen Aspekte im Chorleben nicht zu kurz!
All diese Aktivitäten sind neben dem großen Einsatz unseres Chorleiters nur dank dem Engagement und der Organisation eines jungen, aufgeschlossenen Vorstandes möglich. Viele Sänger und fördernde Mitglieder unterstützen diese Arbeit durch ihre Mitwirkung in Arbeitsgruppen mit eigenverantwortlichen Projektaufgaben.

Unser gemeinsames Ziel ist es, den Männerchorgesang in Freiendiez auch im 21. Jahrhundert erfolgreich zu präsentieren!
Konzerte

 

 

 

 

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Unsere Erfolge und Auszeichnungen:

Der Schwerpunkt unseres Chores „MGV Germania“ liegt zwar in der Durchführung von abwechslungsreichen Konzertveranstaltungen, dennoch werden regelmäßig Wertungssingen und Wettbewerbe besucht, um die Qualität des Gesangs fachkundigen Juroren unter Beweis zu stellen.

„Meisterchor des Sängerbundes Rheinland-Pfalz“

Seit 1978, also mittlerweile seit über 30 Jahren trägt der Verein in ununterbrochener Folge den Titel  „Meisterchor des Sängerbundes Rheinland-Pfalz“. Im Folgenden sind die Etappen aufgeführt :

1978 in Siershahn
1982 in Mainz-Hechtsheim
1986 in Mülheim-Kärlich
1991 in Siershahn
1995 in Nentershausen
1999 in Nickenich
2004 in Nentershausen
2009 in Ahrweiler
2014 in Bitburg

„Wettbewerbe / Auszeichnungen national und international“

Ein Ausschnitt unserer wichtigsten Auszeichnungen und Erfolge : 

  • Zelter-Plakette in Silber, verliehen 1937
  • Zelter-Plakette in Gold, verliehen 1962
  • Wappenschild des Landes Rheinland-Pfalz, verliehen 1972
  • Kulturpreis der Stadt Diez, verliehen 1987
  • Silbernes Band anlässlich der Internationalen Chortage in Prag, verliehen 1989
  • Originalflagge des Capitols – Washington, USA, verliehen in Louisville, USA 1993
  • Prädikat „Goldene Stufe“ anlässlich des Internationalen Chorwettbewerbes in Verona, verliehen 1998
  • 3. Preis beim einzigen Britischen Internationalen Männerchorwettbewerb, Truro, England, 2005
  • 2. Preis beim Harmoniefestival 2005 in Lindenholzhausen in der Kategorie Männerchöre
  • Sonderpreis beim Harmoniefestival 2005 in Lindenholzhausen für die herausragende Interpretation einer zeitgenössischen Komposition („Snowforms“ von Murray Schafer)
  • Gold Diplom beim Chorwettbewerb 2006 GV „Harmonie“ Watzenborn-Steinberg in der Kategorie C Sakral – A-Capella
  • Sonderpreis beim Chorwettbewerb 2006 GV „Harmonie“ Watzenborn-Steinberg für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes
  • 1. Platz beim Volksliederwettbewerb 2007 des „SV "Sängerkranz-Polyhymnia" Nieder-Roden in den Kategorien „Klassensingen“ und „Höchstes Ehrensingen“,
    1. Dirigentenpreis und höchstes Tagesergebnis.
  • 1. Platz in der großen Männerklasse bei den Chortagen 2008 der Sängervereinigung 1875/99 Freigericht–Neuses und 1. Dirigentenpreis.
  • 1. Platz beim Chorwettbewerb zum 100 - jährigen Bestehen des Männergesangvereins „Teutonia“ Bernbach im Mai 2010.
  • 1. Platz beim Volksliederwettbewerb in Dehrn Mai 2011: 1. Preis beim Klassensingen, 1. Preis beim Klassenehrensingen, 1. Preis im höchsten Ehrensingen und 1. Dirigentenpreis.
  • 1. Platz beim Volksliederwettbewerb in Bad Soden - Salmünster Juni 2013: 1. Preis beim Klassensingen, 1. Preis beim Klassenehrensingen, 1. Dirigentenpreis und 1. Meisterpreis "Bester Chor des Tages"
  • Gold-Diplom mit 24,42 Punkten in der Klasse M1, Sonderpreis "Zeitgenössische Komposition" mit 24,75 Punkten beim Chorwettbewerb am 15.6.2014 beim MGV Hüttenberg 1874. Dies ist die absolut höchste erzielte Wertung des MC "Germania" Freiendiez in der Geschichte des Chores.
  • 18.6.2016 Chorfest Watzenborn-Steinberg: 1. Platz Kategorie M1 (23,83 Punkte), zweitbester Chor des Tages, 1. Dirigetenpreis, Sonderpreis für das beste zeitgenössische Chorwerk (Past Life Melodies).
Hüttengaudi "Fastnacht an der Aar"

 

 

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Geselligkeit wird bei uns „groߓ geschrieben:

Neben unseren Konzerten, Wettbewerben und Ausflugsfahrten, präsentiert sich der Chor auch gerne bei weiteren geselligen Veranstaltungen, bei denen alle Freunde des Vereins herzlich willkommen sind.  

Dies sind beispielsweise im jährlichen Wechsel unsere Abendwanderungen und Halbtagesausflüge. An diesen Terminen steht das „gemeinsam-Spaß-haben“ im Vordergrund. Der letzte Halbtagesausflug führte uns durch die Weinberge der Nahe. Eine köstliche Weinprobe bildete den Abschluss. Die letzten Abendwanderungen fanden in heimischen Regionen statt. Nach einer kurzen Wanderung folgte stets ein sehr gepflegtes, geselliges Beisammensein, das meist bis in die späten Abendstunden andauerte. Selbstverständlich wurden auch hier, je nach Stimmung, gesangliche Kostproben in lockerer Runde zur Freude der Teilnehmer dargebracht.

 

Wir sind immer bestrebt, durchaus neue Wege zu gehen. Dies spiegelt sich in vielen Veranstaltungen wider, die vielleicht nicht alltäglich sind: Dazu gehören z.B.

unser „Eckensingen“,

bei dem bei einem Spaziergang durch unseren Ort wortwörtlich an jeder Ecke gesungen wurde,

unser „Barbershop-Singen“,

bei dem die ursprüngliche Idee aufgegriffen wurde, das „Haare-Schneiden und Singen“ in Einklang zu bringen,

unsere "Karaoke-Veranstaltung",

in der Turnhalle auf dem Wirt, bei der sich einige singscheue Gäste zum späteren Abend als heimliche Stars entpuppten, oder einfach

unser "Familientag",

an dem nachmittags bei unserer Kinderbelustigung alle Kinder auf Ihre Kosten kamen und anschließend alle Eltern und Freunde in den Abend hinein ein paar schöne Stunden genießen durften.

Wenn es unser Terminkalender erlaubt, sind wir auch gerne bereit, bei Konzerten von befreundeten Chören, bei Kirchenkonzerten oder Adventssingen mit einem gesanglichen Beitrag mitzuwirken. Auch an ortsinternen Veranstaltungen wie dem Altennachmittag der Stadt Diez und dem Volkstrauertag auf dem Freiendiezer Friedhof nimmt unser Chor teil. 

Gibt es in Freiendiez einen Beitrag zur Dorfgemeinschaft zu leisten, ist der MGV gerne zur Stelle. Dafür pflegen wir auch den engen Kontakt zu den anderen Freiendiezer Ortsvereinen und sind immer bestrebt, mit ihnen zusammen das Dorfleben zu erhalten und zu beleben.

Wir sehen es als unsere Pflicht an, unseren Mitgliedern bei besonderen Anlässen durch ein Ständchen eine Freude bereiten zu dürfen. Anlass hierzu sind z.B. Hochzeiten, silberne oder goldene Hochzeitsjubiläen, oder runde Geburtstage.  Schmerzhaft ist der Verlust von Mitgliedern durch Todesfälle. Daher ist es für uns selbstverständlich, jährlich im Rahmen einer Matinee zum Ewigkeits- bzw.Totensonntag, in Verbindung mit dem Gottesdienst, den Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen.

Impressum

Verantwortlich im Sinne des Presserechts und i.S.d. §§ 6 TDG, 6 MDStV:

Männerchor "Germania" Freiendiez e.V.
Oberwirtstr. 34
65582 Diez

Vertreten durch
1. Vorsitzender Christoph Koder

Kontakt
Tel. 06432 64299
Email info@maennerchorgermania.de

Registereintrag
Amtsgericht Montabaur
Vereinsregister 626

Bankverbindung
IBAN: DE54 5105 0015 0630 1500 00
BIC: NASSDE55XXX
NASPA Diez

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